Der britisch-pakistanische Künstler Haroon Mirza (*1977 in London, UK) versteht sich als Komponist und erschafft mittels eines Instrumentariums aus Haushaltselektronik, Plattenspieler und LPs, LEDs, Möbeln, Fragmenten von filmischen Dokumenten und Referenzen aus der Popkultur einen Werkkomplex, der Licht, Ton und Objekte in einem vielschichtigen, sensorischen Erlebnis zusammenführt. In seinen Installationen fordert er den Betrachter dazu auf, eine Unterscheidung der Wahrnehmung von Geräusch, Ton und Musik aufzugeben. Dadurch stellt er die Kategorisierung von kulturellen und künstlerischen Ausdrucksformen in Frage. Besonders intensiv beschäftigt sich der Künstler mit dem Verhältnis zwischen Objekt und Ausstellungsraum, wobei er sich auf die Strategien der Minimal Art bezieht. 2011 erhielt Haroon Mirza den Silbernen Löwen auf der 54. Biennale von Venedig und 2014 den Nam June Paik Center Prize. Einzelausstellungen des Künstlers wurden u. a. im New Museum, New York (2012), dem Museum Tinguely, Basel (2015) und im Australian Centre for Contemporary Art, Melbourne (2019) gezeigt.