dekohärenz – nelle vene del mondo | jürgen partenheimer
In der Ausstellung dekohärenz – nelle vene del mondo entfaltet Jürgen Partenheimer ein offenes System zwischen lyrischen Bildräumen und Denkräumen der Wissenschaft. Der Titel verbindet in künstlerischer Interpretation theoretische Erkenntnisse der Quantenphysik mit poetischer Weltwahrnehmung. Der physikalische Begriff der Dekohärenz beschreibt die dynamische Korrelation zwischen Objekt und Umgebung als unvermeidliche Wechselwirkung, durch die sich stabile Zusammenhänge auflösen. Die Gedichtzeile von Eugenio Montale „nelle vene del mondo“ (ital. „in den Adern der Welt“) verweist auf die poetische Vorstellung einer zugleich gerichteten wie offenen Bewegung natürlicher Kräfte, die die Welt durchdringen. Analytische Erkenntnis und lyrische Empfindung erscheinen im Werk, das die Wahrnehmung als offenen Prozess begreift, als Träger einer abstrakten Ordnung. Die Ausstellung versammelt Werke aus verschiedenen Entstehungszeiten (von 1985 bis 2026), die in offener Korrelation zueinander stehen. In ihrer Gegenüberstellung entsteht ein Spannungsfeld, vergleichbar mit dem Begriff der Dekohärenz als produktivem aber unbestimmten Zustand: als Möglichkeit, Bedeutung immer wieder neu auszurichten.
Opening
Donnerstag 26 Februar
18 – 21 Uhr
