Eva Hesse
Geboren 1936 in Hamburg, gilt Eva Hesse als eine der Ikonen der amerikanischen Kunst der 1960er Jahre, deren Werk großen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen hatte. Hesse kultivierte Fehler und Überraschungen, Fragilität und Rätselhaftigkeit, um Arbeiten zu schaffen, die über rein wörtliche Assoziationen hinausgehen konnten. Die Objekte, die sie schuf, mitunter kaum greifbar und doch von starker Ausstrahlung, spielten eine zentrale Rolle in der Transformation der zeitgenössischen Kunstpraxis. In New York der 1960er Jahre gehörte Hesse gemeinsam mit Robert Morris, Bruce Nauman, Richard Serra und Robert Smithson zu einer Gruppe von Künstler:innen, die mit Materialien arbeiteten, die flexibel, viskos oder weich waren, etwa Latex, Kunststoff, Blei, Polyethylen, Kupfer, Filz, Drahtgeflecht, Erde, Sägemehl, Papierbrei und Leim. Diese oft instabilen und veränderlichen Elemente führten zu Werken, die durch ihre Relativität und Wandelbarkeit lebendig wirkten. Hesse war sich bewusst, dass sie vergängliche Objekte schuf, doch das war für sie weniger wichtig als der Wunsch, Materialien mit einer zeitlichen Dimension auszuschöpfen. Ein großer Teil der lebensbejahenden Kraft von Hesses Kunst entspringt dieser selbstbewussten Hinwendung zum Moment.
Werke von Eva Hesse werden in Kooperation mit Hauser & Wirth präsentiert.
