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neïl beloufa's pandemic pandemonium in der secession ist ausstellung und spielfeld zugleich

Nur wer spielt, kann die Ausstellung wirklich erleben! 

Screen TalkCheat IslandConsole of QuizPress Key PortHand of VengeanceTax Haven Roulette und Souvenir Shop heißen die diversen Stationen von Pandemic Pandemonium. Tatsächlich ist die ganze Ausstellung eine Art begehbares Spielfeld: Man bewegt sich durch die einzelnen Zonen, sammelt Informationen und Schlüssel für die Quizfragen und kleinen Aufgaben, die an den Spielautomaten zu lösen sind, an denen man sein Glück versuchen und – mit etwas Geschick und guten Nerven – auch echte Kunstwerke gewinnen kann. Keine Angst! Das Spiel ist humorvoll und parodistisch, die Antworten finden sich in den 16 Episoden der Videoinstallation Screen Talk und ein Besuch von Cheat Island – der Betrüger/innen-Insel – könnte auch hilfreich sein, selbst wenn man dadurch eventuell in ein moralisches Dilemma stürzt.

Die Ausstellung ist eine immersive Installation aus Videos, Skulpturen, animierten Objekten, interaktiven Elementen, selbstentwickelten Spielkonsolen und digitalen Kunstwerken. Wie für Beloufas Ausstellungen charakteristisch, handelt es sich um bestehende und neue Werke, um Re-Kombinationen unterschiedlicher Elemente, die ein durchaus verwirrendes Szenario bilden und nicht auf Eindeutigkeit abzielen. Seine Arbeiten enthalten Anspielungen auf soziale und politische Entwicklungen, auf soziale Ungleichheit, auf Venture-Kapitalismus und Krypto-Wirtschaft, auf ein von Algorithmen dominiertes Internet, auf Machtkonzentrationen in der physischen und der virtuellen Welt. Gleichzeitig spielt die Ausstellung mit den utopischen, visionären Ansätzen von Web3 – der selbstermächtigenden Idee eines Internets ohne Machtzentren und der dadurch geschaffenen Möglichkeiten für alle.

 

Neïl Beloufa & EBB
Pandemic Pandemonium
Secession, Wien, AT
29 Juni – 4 September 2022

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29 Juni 2022