James Turrell
Fire Inside, 2006
Plaster
Sculpture
35.5 x 88.5 x 88.5 cm
14 x 34 7/8 x 34 7/8 inches
Plinth
93.5 x 88.5 x 88.5 cm
36 3/4 x 34 7/8 x 34 7/8 inches
35.5 x 88.5 x 88.5 cm
14 x 34 7/8 x 34 7/8 inches
Plinth
93.5 x 88.5 x 88.5 cm
36 3/4 x 34 7/8 x 34 7/8 inches
Copyright of the artist and courtesy of Häusler Contemporary Zurich
Photo: Marjorie Brunet Plaza
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“Fire Inside” (2006) belongs to a lesser-discussed yet conceptually crucial strand within James Turrell’s practice: the development of “Skyspace” sculptures and models that translate his architectural light environments into autonomous...
“Fire Inside” (2006) belongs to a lesser-discussed yet conceptually crucial strand within James Turrell’s practice: the development of “Skyspace” sculptures and models that translate his architectural light environments into autonomous objects. Executed in plaster, the work presents a reduced, almost diagrammatic structure—an enclosed volume with apertures that imply both interior occupation and an opening toward the sky.
Rather than functioning as a preparatory model in a traditional architectural sense, “Fire Inside” operates as a conceptual condensation of the “Skyspace” principle. Since the 1970s, Turrell’s “Skyspaces” have been defined by enclosed chambers with apertures that frame the sky, transforming it into a perceptual field shaped by both natural and artificial light. In this sculptural iteration, that immersive experience is miniaturized and abstracted: the viewer no longer enters the work physically but reconstructs its spatial logic imaginatively.
The title “Fire Inside” subtly invokes the paradox at the core of Turrell’s work—the presence of an inner luminosity that appears to emanate from within an otherwise inert structure. This inversion of interior and exterior is central to “Skyspaces” more broadly, where “inside turns into outside and the other way around,” collapsing distinctions between architecture and atmosphere. In this sense, the sculpture can be understood as both a model of perception and a meditative object, in which light is no longer represented but implied as an experiential potential.
„Fire Inside“ (2006) gehört zu einem weniger häufig besprochenen, konzeptuell jedoch wesentlichen Strang innerhalb von James Turrells Praxis: der Entwicklung von „Skyspace“-Skulpturen und -Modellen, in denen seine architektonischen Lichträume in eigenständige Objekte überführt werden. In Gips ausgeführt, zeigt die Arbeit eine reduzierte, beinahe schematische Struktur, einen geschlossenen Körper mit Öffnungen, die sowohl einen Innenraum als auch eine Ausrichtung zum Himmel andeuten.
Dabei ist „Fire Inside“ nicht als vorbereitendes Modell im klassischen architektonischen Sinn zu verstehen, sondern als konzeptuelle Verdichtung des „Skyspace“-Prinzips. Seit den 1970er Jahren sind Turrells „Skyspaces“ durch umschlossene Räume mit Öffnungen bestimmt, die den Himmel rahmen und ihn in ein Wahrnehmungsfeld überführen, das gleichermaßen von natürlichem wie künstlichem Licht geprägt ist. In der modellhaften Form wird die immersive Erfahrung miniaturisiert und abstrahiert. Die Betrachter:innen betreten die Arbeit nicht physisch, sondern vollziehen ihre räumliche Logik imaginativ nach.
Der Titel „Fire Inside“ verweist in subtiler Weise auf ein Paradox, das Turrells Werk grundlegend ist: die Präsenz einer inneren Leuchtkraft, die aus einer ansonsten stillen und geschlossenen Form hervorzutreten scheint. Diese Umkehrung von Innen und Außen ist für die „Skyspaces“ insgesamt zentral. Der Innenraum öffnet sich zum Außenraum, während der Himmel zugleich als Teil eines architektonisch gefassten Erfahrungsraums erscheint. Die übliche Trennung zwischen Architektur und Atmosphäre wird dabei aufgehoben. In diesem Sinn lässt sich die Skulptur sowohl als Modell von Wahrnehmung als auch als kontemplatives Objekt begreifen, in dem Licht nicht dargestellt, sondern als erfahrbares Potenzial mitgedacht wird. „Fire Inside“ verdichtet damit in konzentrierter Form zentrale Anliegen von Turrells Praxis: Licht als immaterielle Präsenz, Raum als perzeptive Konstruktion und Wahrnehmung als eigentlichen Ort des Werks.
Rather than functioning as a preparatory model in a traditional architectural sense, “Fire Inside” operates as a conceptual condensation of the “Skyspace” principle. Since the 1970s, Turrell’s “Skyspaces” have been defined by enclosed chambers with apertures that frame the sky, transforming it into a perceptual field shaped by both natural and artificial light. In this sculptural iteration, that immersive experience is miniaturized and abstracted: the viewer no longer enters the work physically but reconstructs its spatial logic imaginatively.
The title “Fire Inside” subtly invokes the paradox at the core of Turrell’s work—the presence of an inner luminosity that appears to emanate from within an otherwise inert structure. This inversion of interior and exterior is central to “Skyspaces” more broadly, where “inside turns into outside and the other way around,” collapsing distinctions between architecture and atmosphere. In this sense, the sculpture can be understood as both a model of perception and a meditative object, in which light is no longer represented but implied as an experiential potential.
„Fire Inside“ (2006) gehört zu einem weniger häufig besprochenen, konzeptuell jedoch wesentlichen Strang innerhalb von James Turrells Praxis: der Entwicklung von „Skyspace“-Skulpturen und -Modellen, in denen seine architektonischen Lichträume in eigenständige Objekte überführt werden. In Gips ausgeführt, zeigt die Arbeit eine reduzierte, beinahe schematische Struktur, einen geschlossenen Körper mit Öffnungen, die sowohl einen Innenraum als auch eine Ausrichtung zum Himmel andeuten.
Dabei ist „Fire Inside“ nicht als vorbereitendes Modell im klassischen architektonischen Sinn zu verstehen, sondern als konzeptuelle Verdichtung des „Skyspace“-Prinzips. Seit den 1970er Jahren sind Turrells „Skyspaces“ durch umschlossene Räume mit Öffnungen bestimmt, die den Himmel rahmen und ihn in ein Wahrnehmungsfeld überführen, das gleichermaßen von natürlichem wie künstlichem Licht geprägt ist. In der modellhaften Form wird die immersive Erfahrung miniaturisiert und abstrahiert. Die Betrachter:innen betreten die Arbeit nicht physisch, sondern vollziehen ihre räumliche Logik imaginativ nach.
Der Titel „Fire Inside“ verweist in subtiler Weise auf ein Paradox, das Turrells Werk grundlegend ist: die Präsenz einer inneren Leuchtkraft, die aus einer ansonsten stillen und geschlossenen Form hervorzutreten scheint. Diese Umkehrung von Innen und Außen ist für die „Skyspaces“ insgesamt zentral. Der Innenraum öffnet sich zum Außenraum, während der Himmel zugleich als Teil eines architektonisch gefassten Erfahrungsraums erscheint. Die übliche Trennung zwischen Architektur und Atmosphäre wird dabei aufgehoben. In diesem Sinn lässt sich die Skulptur sowohl als Modell von Wahrnehmung als auch als kontemplatives Objekt begreifen, in dem Licht nicht dargestellt, sondern als erfahrbares Potenzial mitgedacht wird. „Fire Inside“ verdichtet damit in konzentrierter Form zentrale Anliegen von Turrells Praxis: Licht als immaterielle Präsenz, Raum als perzeptive Konstruktion und Wahrnehmung als eigentlichen Ort des Werks.
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