Brigitte Kowanz
omw, 2020
Neon and mirror
60 x 60 x 19 cm
23 5/8 x 23 5/8 x 7 1/2 inches
23 5/8 x 23 5/8 x 7 1/2 inches
Ex. 1/3
Copyright The Artist
Photo: Peter Hoiss
Wie sehr der digitale Fortschritt auch unsere Sprache verändert, verdeutlicht Brigitte Kowanz‘ Serie der Acronyms (2020). In der Handschrift der Künstlerin stellen sie gängige Abkürzungen englischer Redewendungen im alltäglichen digitalen...
Wie sehr der digitale Fortschritt auch unsere Sprache verändert, verdeutlicht Brigitte Kowanz‘ Serie der Acronyms (2020). In der Handschrift der Künstlerin stellen sie gängige Abkürzungen englischer Redewendungen im alltäglichen digitalen Austausch wie tbh (to be honest), afaik (as far as I know), oder omw (on my way) in Leuchtschrift dar. Die Neontexte sind handschriftlich entworfen und bringen auf der einen Seite ein zeichnerisches Element und einen eigenen Rhythmus in die Werke, auf der anderen Seite sind die Akronyme nochmals zusätzlich codiert, da der handschriftliche Text oft nicht mehr für jeden zu dechiffrieren ist. Die Akronyme stehen sinnbildlich für die Geschwindigkeit und Internationalität heutiger Kommunikation.
Für Kowanz geben Sprache und Zeichen, wie sie selbst beschreibt: „die Möglichkeit, Bedeutungen zu konkretisieren und zu kommunizieren. Es sind Medien der Übersetzung gedanklicher Prozesse, aber sie besitzen auch ihre Grenzen. Denken, Sprechen und Schreiben sind vielfältige Übersetzungs- und Transformationsvorgänge. Mich interessiert die Sprache nicht als eindimensional lineares Erklärungsmodell, sondern als vielschichtiges und schillerndes Phänomen, das sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Poesie je eigene Formulierungsmöglichkeiten besitzt.“
In dem Werk omw (2020) erweitert Brigitte Kowanz die Ebene der Übersetzung und Transformation von Sprache durch einen weiteren Vorgang und den Einbezug der Betrachter/innen in die Kunstwerke. Der Schriftzug ist in einer Glas- und Spiegelvitrine eingebettet, durch welche sich die Schrift ins scheinbar Unendliche vervielfältigt. Gleichzeitig wird durch eine konvexe Spiegellinse auch der/die Betrachter/in in das Kunstwerk miteinbezogen und sieht sich und den eigenen unmittelbaren Umgebungsraum mit der Schrift verwoben. Denn für Kowanz ermöglichen „Spiegel als Material künstlerischer Arbeiten, Rezipientinnen und Rezipienten mit einzubeziehen, sie oder ihn Teil der Arbeit werden zu lassen und virtuelle Räume zu erzeugen.“
Für Kowanz geben Sprache und Zeichen, wie sie selbst beschreibt: „die Möglichkeit, Bedeutungen zu konkretisieren und zu kommunizieren. Es sind Medien der Übersetzung gedanklicher Prozesse, aber sie besitzen auch ihre Grenzen. Denken, Sprechen und Schreiben sind vielfältige Übersetzungs- und Transformationsvorgänge. Mich interessiert die Sprache nicht als eindimensional lineares Erklärungsmodell, sondern als vielschichtiges und schillerndes Phänomen, das sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Poesie je eigene Formulierungsmöglichkeiten besitzt.“
In dem Werk omw (2020) erweitert Brigitte Kowanz die Ebene der Übersetzung und Transformation von Sprache durch einen weiteren Vorgang und den Einbezug der Betrachter/innen in die Kunstwerke. Der Schriftzug ist in einer Glas- und Spiegelvitrine eingebettet, durch welche sich die Schrift ins scheinbar Unendliche vervielfältigt. Gleichzeitig wird durch eine konvexe Spiegellinse auch der/die Betrachter/in in das Kunstwerk miteinbezogen und sieht sich und den eigenen unmittelbaren Umgebungsraum mit der Schrift verwoben. Denn für Kowanz ermöglichen „Spiegel als Material künstlerischer Arbeiten, Rezipientinnen und Rezipienten mit einzubeziehen, sie oder ihn Teil der Arbeit werden zu lassen und virtuelle Räume zu erzeugen.“