Marie Matusz
Marie Matusz (*1994 in Toulouse, FR) arbeitet mit skulpturalen Installationen, Klang, Text und Film. Ihre Praxis ist geprägt von einer intensiven theoretischen Auseinandersetzung mit philosophischen, soziologischen und linguistischen Fragestellungen und untersucht die Bedingungen von Wahrnehmung, Sichtbarkeit und Raum. Sie konstruiert Werke aus Materialien wie Stahl, Acrylglas und Spiegel, in denen Volumen, Blickachsen und Reflexionen die Position der Betrachter:innen lenken und verschieben. Der Ausstellungsraum wird zum zentralen Element, in dem Innen und Außen, Nähe und Distanz sowie Position und Perspektive als relationale Größen erfahrbar werden. Ein offener, prozesshafter Dialog zwischen Theorie, Material und Raum bildet die Grundlage ihrer Arbeit. Einzelne Werke entstehen als Teil räumlicher Konstellationen, in denen narrative Fragmente und materielle Präsenz eine eigene Poetik entwickeln und die Instabilität von Repräsentation erfahrbar wird.
Zu ihren jüngsten institutionellen Einzelausstellungen zählen die Kunsthalle Basel (2024, 2025), das Istituto Svizzero in Mailand (2022), der Kunst Raum Riehen (2020) sowie das Aargauer Kunsthaus (2019). Ihre Arbeiten wurden außerdem in Gruppenausstellungen, unter anderem in der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte (2025) und im Kunstmuseum Bonn (2020), gezeigt. 2021 erhielt Marie Matusz den Swiss Art Award, 2020 den Kunstkredit Basel-Stadt sowie den Cristina Spoerri Preis, und 2018 wurde sie mit dem Kiefer Hablitzel | Göhner Kunstpreis ausgezeichnet.
