Die Werke des US-amerikanischen abstrakten Malers David Reed (*1946 in San Diego, CA, US) sind geprägt von gewaltigen gestischen Bewegungen, die sich wie Schlaufen oder Bänder über das Format bewegen und durch scheinbar zufällig angeordnete Farbfelder durchbrochen werden. Beeinflusst durch den abstrakten Expressionismus auf der einen und den Arbeiten des Minimalismus und Postminimalismus auf der anderen Seite, entwickelte Reed ab 1971 seine ganz eigene Bildsprache, bei der traditionelle Maltechniken mit der Verwendung von lasergeschnittenen Schablonen kombiniert werden, die mittels digitaler Bildbearbeitung hergestellt werden. Wie übereinandergelagerte Folien werden die verschiedenen Farbschichten seiner Werke nach und nach übereinandergelegt und jeweils im trockenen Zustand glatt geschliffen. Dadurch sind die Schaffensphasen seiner Gemälde oft an einen langen und komplexen technischen Prozess gekoppelt, der sich meist über mehrere Jahre zieht und von Reed parallel dazu in Form von Skizzen dokumentiert wird.