Der französisch-algerische Künstler Neïl Beloufa (*1985 in Paris, FR) entwickelt in seinen Videoarbeiten, Skulpturen und raumgreifenden Installationen eine Poesie des Abgründigen, die Fiktion und Realität verschmelzen lässt. Sein künstlerisches Schaffen dreht sich um Fragen von Ursache und Wirkung, Existenz und Abwesenheit sowie der Interpretation derselben, jedoch ohne moralische Wertung, kulturellen Zynismus oder jedwede Ironie. In seinen Arbeiten verwendet Beloufa verschiedenste Materialien und Techniken, die oft sichtbare technologische Komponenten und digitale Geräte beinhalten – wie etwa Kippschalter, Steckdosen und Monitore. Er wurde 2015 für den Prix Marcel Duchamp und 2016 für den Nam June Paik Award nominiert. Sein Werk wurde in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem im Museum of Modern Art, New York (2016), im Palais de Tokyo, Paris (2012 und 2018) und der Schirn Kunsthalle, Frankfurt (2018). Neïl Beloufa war auf der 55. und 58. Biennale von Venedig (2013 und 2019), sowie der Lyon-Biennale (2013) vertreten.